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Urbane Perspektivlosigkeit, Überforderung, Lethargie und Verrohung

Schüler:innen der sozialpädagogischen Bildungsgänge zu Besuch beim JungenSchauspielhaus

Schüler:innen der sozialpädagogischen Bildungsgänge waren zu Besuch beim JungenSchauspielhaus. Im Rahmen des Projekts „Schauspielraum“, in dem jugendliche Laiendarsteller:innen die Möglichkeit erhalten, gemeinsam mit dem JungenSchauspielhaus Stücke zu erarbeiten, wurde die Inszenierung von „Morning“ von Simon Stephens aufgeführt. In einer Welt der urbanen Perspektivlosigkeit, Überforderung, Lethargie und Verrohung wird gezeigt wie die adoleszenten Charaktere von ihrem Alltag förmlich aufgefressen werden, wie sich unter diesem Druck persönliche Beziehungen zersetzen oder wegbrechen und sich so eine Spirale der Gewalt bahnbricht, die in der Katastrophe endet. Symbolisch schwebt dabei über der Bühne ein riesengroßer Stein, der wie ein Damoklesschwert die Gefahr und die erdrückende Schwere, die auf den Jugendlichen lastet, verbildlicht. Ein düsterer, aber genauso eindrücklicher Theaterabend, der vor allem aus sozialpädagogischer Sicht deutlich macht, wie wichtig familienergänzende Arbeit und pädagogische Beziehungsarbeit heute im Alltag junger Menschen ist.