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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Nach dem Motto: „Das Heute nicht von Morgen borgen“ ist unsere Entwicklung nur dann nachhaltig, wenn Menschen auf der ganzen Welt jetzt und in Zukunft so leben, dass die menschliche Bevölkerung, aber auch alle Ökosysteme und Organismen wie Tiere und Pflanzen, gegenwärtig und in Zukunft überleben können. Die Grenzen des Wachstums sollen nicht überschritten werden, damit die Grundlagen des Lebens auf der Erde erhalten bleiben. Zur nachhaltigen Entwicklung zählen neben dem Schutz der Lebensbedingungen auch nachhaltige Formen des sozialen Miteinanders und des Wirtschaftssystems.

Es bedarf einer gezielten Bildung der Lernenden zu zukunftsfähigem Denken und Handeln. Damit können die sogenannten 17 Ziele der Nachhaltigkeit (vgl. 17Ziele.de) erreicht werden. Die Berufliche Schule Hamburg-Harburg (BS18) hat sich auf den Weg gemacht, um der Relevanz von BNE zu begegnen und curriculare Verankerungen geschaffen. Damit wird BNE mit dem Kompetenzerwerb in den Lernfeldern verknüpft.

Nachhaltiges Handeln ist fester Bestandteil des Leitbilds unserer Schule. Im Zuge der Auszeichnung als Umwelt- und Klimaschule werden jährlich verschiedene Projekte entwickelt und umgesetzt. Themen der nachhaltigen Entwicklung werden auch von der Schüler:innenvertretung, dem Vielfaltsrat und im Zuge der Vielfaltstage vertieft.

Zudem engagieren sich je zwei Schüler:innen pro Klasse als Klassen-Klima-Manager:innen (KKM) für den Ressourcen-, Umwelt-, und Klimaschutz (RUK). Unterstützt werden sie dabei vom RUK-Lehrer:innen-Team, den Lehrkräften, den Hausmeistern und Reinigungskräften der Schule. Die KKM werden selbst aktiv. Einige ihrer Projektbeispiele sind die Planung und Umsetzung der artenreichen Bepflanzung des Schulhofes und die Organisation sowie Betreuung eines Tauschraums für die Schulgemeinschaft und die Sammlung von Pfand-Spenden-Erlösen für nachhaltige Projekte (derzeit gehen die Spendenerlöse an Viva con Agua).

Außerdem unterstützt die BS18 den Amphibienschutz im Göhlbachtal, indem Lehrer:innen und Schüler:innen jährlich in Kooperation mit dem NABU und Anwohner:innen einen Krötenzaun neben der Schule aufstellen und diesen zur Zeit der Krötenwanderung betreuen.

Auf Projekt- und Klassenfahrten und im Zuge des Besuchs außerschulischer Lernorte im Unterricht werden regelmäßig Themen der nachhaltigen Entwicklung aufgegriffen.
Auch gibt es eine Zusammenarbeit mit dem EMS-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück in Themengebieten der BNE. FS/FSU Profile und HH-Klassen haben gemeinsam mit Klassen aus der Partnerschule an Veranstaltungen der Hamburger und Bielefelder Klimawoche teilgenommen und digitale Workshops zur Green Transformation durchgeführt.

Eine Zusammenarbeit im Sinnes des Globalen Lernens mit der Lehranstalt für Agrarwissenschaften und Umweltschutz (PROCAYPA) in der Region Misiones im Norden Argentiniens ist aktuell in Vorbereitung. Diese Institution bildet Lehrkräfte aus, die wiederum in vielen Dörfern in der Region die Verbindung von Unterricht an allgemeinbildenden Schulen mit regionaler nachhaltiger Landwirtschaft unterstützen.

Im Zuge der aktuellen Novellierung der Bildungspläne in der Beruflichen Bildung wird BNE eine wichtige Querschnittsaufgabe der Bildungspläne und Curricula aller an unserer Schule unterrichteten Bildungsgänge. Doch auch vor der Umsetzung der neuen Bildungspläne ist BNE bereits Bestandteil von vielen Lernfeldern und Unterrichtsfächern an unserer Schule, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Zukünftige Kaufleute für Büromanagement (KBM) erwerben im Unterricht Kompetenzen und erkennen, welche Verantwortung sie selbst bei der Beschaffung von Büromaterialien haben .Ihre zukünftigen Entscheidungen sind in ihrem Beruf wichtig, um alle Prozesse im Unternehmen nachhaltig zu gestalten und damit Green Economy zu etablieren.

Schüler:innen der Höheren Handelsschule (HH) wirtschaften in der Schüler:innenfirma „GreenEighteens“ ausschließlich nach nachhaltigen Gesichtspunkten und vermarkten Fairtrade- und andere nachhaltig hergestellte Produkte.

Im Unterricht des Beruflichen Gymnasiums (BG) ist die Mitgestaltung von Schüler:innen zu Themen der nachhaltigen Entwicklung das oberste Ziel der Projektwoche. Zudem ist eine Kooperation der „Regionalgruppe Hamburg der Gemeinwohlökonomie“ (GWÖ) im Aufbau. Hier wirken Schüler:innen mit, eine Gemeinwohbilanz für die BS 18 zu entwickeln, die sich an einem ethischen Wirtschaftsmodells orientiert.

In ihren Abschlussarbeiten vertiefen Schüler:innen in der Fachoberschule (FOS) selbstgewählte Schwerpunkte zum Thema Nachhaltigkeit.

Lernende im Bildungsgang Sozialpädagogische Assistenz (SPA) planen im Wahlpflichtunterricht nachhaltige Bildungsangebote für Kitas.

Im Wahlpflichtunterricht der Erzieher:innen-Ausbildung und -Umschulung wird das Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Profilkursen vertieft. Schüler:innen gestalten zum Abschluss dieser eineinhalbjährigen Kurse selbst BNE-Projekte und setzen diese mit verschiedenen Zielgruppen um, z.B. anlässlich der Hamburger Klimawoche für Grundschulklassen und Kita-Gruppen.

In den verschiedenen Arbeitsfeldern ihren Praktika und ihren zukünftigen Arbeitsstellen wirken die Absolvent:innen unserer sozialpädagogischen Bildungsgänge als BNE-Multiplikator:innen, indem sie ihrerseits Bildungsangebote für nachhaltige Entwicklung mit ihren Klient:innen umsetzen.

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