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Chronik unserer Schule

= Zeitgeschichte

= ehemalige Schule W5

= ehemalige Schulen H10 und G12

16.11.1838
Beschluss zur Errichtung einer Gewerbeschule des Magistrats der Stadt Harburg.

1840
Gründung einer Schule für Handwerkslehrlinge.

1840
Die erste Schule der Stadt Harburg und dem Königreich Hannover war nur für Handwerkslehrlinge. Der erste Standort befand sich wahrscheinlich in der heutigen Blohmstraße.

1845
Bau des Harburger Hafens trägt zum Wohlstand der Stadt bei.

17.1.1863
Der Hamburger Kaufmann Friedrich Schmidt schenkt seiner Heimatstadt Harburg 50.000 Mark Banco zur Errichtung einer „Höheren Gewerbeschule“.

Friedrich Gottfried Arend Schmidt wurde am 11. Juni 1785 in Harburg geboren. Sein Vater war von Beruf Mühlenschreiber. Er hatte fünf Geschwister. Friedrich Schmidt wurde von Beruf Kaufmann und lebte lange Zeit im Ausland, wo er zu großem Vermögen kam. Er ließ sich nach seiner Rückkehr in Hamburg nieder. Beerdigt wurde er auf dem Friedhof Hamburg-Harburg.

29.3.1865
Ein „Statut für die Friedrich-Schmidt-Stiftung“ wird verfasst.

Die Stiftung soll für die Höhere Gewerbeschule (zur beruflichen Weiterbildung) und für die Einrichtung von zwei „Vorbereitungsschule für Handelslehrlinge und Gewerbelehrlinge“ eingesetzt werden.

1865
Gründung einer Schule bestehend aus einer gewerblichen und einer kaufmännischen Abteilung.

Die „Höhere Gewerbeschule“ wird damit nicht, wie im Statut festgelegt, errichtet. Die Gewerbliche Abteilung hatte Räume am Rathausplatz, die kaufmännische Abteilung Räume in der Kirchenstraße, heute Hermann-Maul-Straße, inne.

1866
Preußisch-österreichischer Krieg mit der Folge, dass das Königreich Hannover am 20.9.1866 ein Teil von Preußen wurde.

14.9.1869
Das Ortsstatut der Stadt Harburg verpflichtet „Handelslehrlinge und Lehrlinge anderen Gewerbetreibenden“ zum Besuch einer Fortbildungsschule.

Bekanntmachung des Ortsstatuts veröffentlicht in den Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 29. September 1869 mit folgendem Inhalt:
  1. „Die in der Stadt Harburg sich aufhaltenden Lehrlinge der Kaufleute (Art. 4 des Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuchs) so wie die Lehrlinge und Gehülfen der anderen Gewerbetreibenden mit Ausnahme der Apotheker sind, sofern sie das achtzehnte Lebensjahr nicht überschritten haben vom Besuche der betreffenden Fortbildungsschule Fr. Schmidt Stiftung, Abteilung der Handelsschule und resp. der Gewerbeschule, verpflichtet.“
  2. „Die Lehrherren und Prinzipale sind zur Gewährung der für diesen Besuch erforderlichen Zeit verpflichtet.“

Bekanntmachung des Ortsstatuts veröffentlicht in den Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 29. September 1869.

11.10.1902
Einweihung des Schulgebäudes an der Bennigsenstraße.

Das Kapital zum Neubau des Schulgebäudes wurde aus der Friedrich-Schmidt-Stiftung entnommen. Erster Schulleiter im neuen Gebäude wird Dr. Kley.

1913
„Gesetz über die Fortbildungsschulpflicht“ wurde zwar verabschiedet, trat aber aufgrund des Ersten Weltkrieges nicht in Kraft.

1914-1918
Erster Weltkrieg

1919
Artikel 145 (zur allgemeinen Schulpflicht) der neuen Verfassung des Deutschen Reichs tritt in Kraft.

1919 – Art. 145 der neuen Verfassung des Deutschen Reichs („Weimarer Reichsverfassung“) besagt: „Es besteht allg. Schulpflicht. Ihrer Erfüllung dient grundsätzlich die Volksschule mit mindestens acht Schuljahren und die anschließende Fortbildungsschule bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahr.

1919
Der Artikel 145 der neuen Verfassung des Deutschen Reichs legt die allgemeine Berufsschulpflicht für alle, und damit auch für alle weiblichen Arbeiterinnen, unter 18 Jahren fest.

16.10.1919
Eröffnung der Mädchenberufsschule im Neubau der Bennigsenstraße 7.

Die Schule eröffnet mit drei Abteilungen:
  • Der hauswirtschaftlichen Abteilung für ungelernte Arbeiterinnen, Dienstmädchen und Haustöchter.
  • Der gewerblichen Abteilung für gelernte Arbeiterinnen wie Schneiderinnen, Putzmacherinnen und Friseusen.
  • Der kaufmännischen Abteilung für die kaufmännischen Angestellten (Verkäuferinnen, Kontoristinnen).

Die Schülerinnen sind zum drei- bzw. vierjährigen Schulbesuch verpflichtet. Dabei ist die Fortbildungsschule für Mädchen bis 1928 nur eine Abteilung der Städtischen Gewerbe- und Handelsschule. Abteilungsvorstand ist seit 1920 Heinrich Laküh.
Ziel der Schule ist es, „eine sinnvolle Verbindung zwischen beruflicher und hauswirtschaftlicher Ausbildung, in der das Leitbild der Hausfrau und Mutter das bestimmende ist“ (Anonym, 1969, S.4) herzustellen.

Heinrich Laküh wurde am 30.9.1876 in Harburg an der Elbe geboren. Er wurde am Lehrerseminar in Lüneburg zum Volksschullehrer ausgebildet. Im Jahr 1910 übernahm er erste Unterrichtsstunden an der Gewerbe- und Handelsschule und bildete sich 1911 in einem kaufmännischen Einführungskurs fort. 1912 wechselte er ganz an die Gewerbe- und Handelsschule in Harburg. Vom 1.4.1928, bis zu seiner Rente am 31.12.1945, leitete er die Jungenberufsschule. Er starb im Jahr 1953.

1.4.1920
Eröffnung einer Mädchengewerbeschule (Haushaltungsschule) mit Ausbildung in allen hauswirtschaftlichen Fächern.

8.7.1927
Harburg an der Elbe und Wilhelmsburg werden durch das Unterelbegesetz (auch Groß-Altona-Gesetz genannt) zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg zusammengelegt.

Das Gesetz regelt die Grenzen im preußischen Unterelbegebiet neu. Ziel ist es durch Eingemeindungen eine wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und gegenüber Hamburg konkurrenzfähig zu bleiben
Dabei entstehen neue Probleme, denn in der Hansestadt Hamburg gelten andere Bestimmungen, wie z.B. die Schulgeldfreiheit.
Die öffentlichen Haushaltungs- und Handelsschulen Preußens werden durch die Hansestadt Hamburg nicht anerkannt, so dass Absolventen aus Harburg noch ein bis zwei Jahre die Hamburger Schule besuchen mussten. Bei Aufnahme in das Seminar für technische Lehrerinnen werden z.B. Hamburger Bürgerinnen bevorzugt und Bewerberinnen aus dem preußischen Harburg abgelehnt.

8.7.1927
Mit dem Unterelbegesetz kommt es zur Zusammenführung der „Fortbildungsschule Wilhelmsburg-Elbe“ mit der Harburger Berufsschule.

1928
Heinrich Laküh wird Direktor

Heinrich Laküh wurde am 30.9.1876 in Harburg an der Elbe geboren. Er wurde am Lehrerseminar in Lüneburg zum Volksschullehrer ausgebildet. Im Jahr 1910 übernahm er erste Unterrichtsstunden an der Gewerbe- und Handelsschule und bildete sich 1911 in einem kaufmännischen Einführungskurs fort. 1912 wechselte er ganz an die Gewerbe- und Handelsschule in Harburg. Vom 1.4.1928 bis zu seiner Rente am 31.12.1945, leitete er die Jungenberufsschule. Er starb im Jahr 1953.

1928
Die „Städtische Gewerbe- und Handelsschule für Mädchen“ wird selbstständig. Maria Hagelberg wird die erste weibliche Direktorin der Mädchenberufsschule.

Maria Hagelberg wurde am 23.6.1890 in Lüne, im Kreis Lüneburg, geboren. Sie absolvierte eine hauswirtschaftliche Berufsausbildung und unterrichtete zuerst im Haushaltungsseminar des Vereins für Haushaltungsschule in Hamburg, bis sie 1920 an die städtische Haushaltungsschule in Essen wechselte. Dort wurde sie im Oktober 1923 zur stellvertretenden Direktorin ernannt. Im Jahre 1928 wechselte sie an die Mädchenberufsschule nach Harburg- Wilhelmsburg.

1.4.1929
Eröffnung der Kinderpflegerinnenschule.

Die Mädchenberufsschule umfasst 1929 bei ihrem 10-jährigen Bestehen folgende Abteilungen: Die Berufsschule mit hauswirtschaftlicher und gewerblicher Abteilung, die Haushaltungsschule, die höhere Fachschule für Frauenberufe und die Kinderpflegerinnenschule. Insgesamt werden in 95 Klassen 1840 Schülerinnen unterrichtet. (Anonym, 1969, S. 11).

6.11.1930
Eröffnung des städtischen Kindergarten Bissingstraße.

Der städtische Kindergarten eröffnet mit dem Ziel eine Praxisausbildung zur theoretischen Schulausbildung der Kinderpflegerinnen zu ermöglichen.

1933-1938
In der NS-Zeit wird neu eine Frauenfachschule für Haushaltspflegerinnen (Hauswirtschaftsleiterinnen) eingerichtet.

25.4.1933
Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen.

Das Gesetz wird im Reichsgesetzblatt vom 26. April 1933 veröffentlicht. Dadurch sollen jüdische Schülerinnen und Schüler aus den öffentlichen Schulen verdrängt werden. Unter §4 steht: „Bei Herabsetzung der Zahl der Schüler und Studenten gemäß §3 ist ebenfalls ein angemessenes Verhältnis zwischen der Gesamtheit der Besucher und der Zahl der Nichtarier herzustellen.“ Nach einer weiteren Verordnung des gleichen Datums, von Reichsinnenminister Wilhelm Frick, durften höchstens fünf Prozent aller Schülerinnen und Schüler einer Schule „nicht-arischer“ Herkunft sein. Bei Neueinschulungen waren es nur 1,5 Prozent. Fast gleichzeitig trat das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ in Kraft, das auch jüdische Lehrerinnen und Lehrer aus dem Schulbetrieb ausschloss. Alle Maßnahmen gegen Juden werden auch auf die Sinti und Roma angewandt. In der NS-Zeit hat es eine systematische Entschulung gegeben. Angehörige der Minderheit Sinti und Roma bekommen ein Schulverbot und werden oftmals mit der Polizei direkt aus den Schulgebäuden geholt. Aber auch die Zahl der Frauen, die ein Hochschulstudium aufnehmen dürfen, wird begrenzt.

31.5.1933
Aufhebung der Hochschulbehörde und Eingliederung in die neue „Landesunterrichtsbehörde“.

Als wesentliche Aufgabe wird der Personalwechsel gesehen. Auch an der Gewerbeschule Harburg findet 1933 eine Besprechung „über den Abbau von Lehrkräften“ statt. (Brandes, Studt.1982. Aus den Schulberichten des Direktors Laküh von 1926-1945. S.2.) Lehrer müssen außerdem Mitglied im „Nationalsozialistischen Lehrerbund“ (NSLB) sein.

NS-Zeit
Es wurden Hauptschulführer, Tages- und Klassenführer an den großhamburgischen Berufs- und Fachschulen eingesetzt. Das Ziel ist eine Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend.

1935
70-jähriges Bestehen der Berufsschule Bennigsenstraße.

Die Schule besteht im Jahr 1935 aus 72 Klassen mit rund 1900 Schülerinnen und Schülern. Es gibt 55 gewerbliche, zehn kaufmännische und drei Handelsklassen. Zusätzlich werden fünf Erwerbslosengruppen geführt.

1.4.1937
Die Stadt Harburg-Wilhelmsburg wird mit dem „Groß-Hamburg-Gesetz“ der Hansestadt Hamburg angegliedert.

Durch das durch die Reichsregierung Hitler erlassene Gesetz wird die Stadt Hamburg um volkswirtschaftlich wichtige Gebiete aus den preußischen Landkreisen erweitert.

1937
Eine marmorne Gedenkplatte für Friedrich Schmidt wird angefertigt.

1937
Nach dem „Groß-Hamburg-Gesetz“ bekommen die „Berufs- und Berufsfachschulen für das weibliche Geschlecht“ ein eigenes Ressort im Schulwesen der Stadt Hamburg. Diese Schulen, jetzt unter „W“-Schulen geführt, sind hauswirtschaftlich und kinderpflegerisch ausgerichtet und unterliegen der nationalsozialistischen Ideologie von Familie, Frauen und Erziehung.

6.7.1938
Das Reichsschulpflichtgesetz wird eingeführt.

Dieses Gesetz ist kein Fortschritt für Hamburg, denn es reduziert die wöchentliche Unterrichtsstundenzeit auf acht Stunden und enthält ideologische und diskriminierende Vorgaben.

9./10.11.1938
Nach den Novemberpogromen vom 9. auf den 10. November 1938 und dem daraus folgenden Runderlass vom 15.11.1938 wird es allen jüdischen Schülerinnen und Schülern endgültig verboten eine öffentliche Schule zu besuchen.

1.9.1939
Beginn des Zweiten Weltkrieges.

1941
Massive Einschränkungen des Berufsschulunterrichts. Nur noch die höheren Klassen erhalten Unterricht. Gleichzeitig geht die Zahl der Schüler drastisch zurück.

31.1.1943
Kriegszerstörungen am Gebäude Bennigsenstraße durch drei Brandbomben.

30.7.1943
Das Schulgebäude ist mit Bombengeschädigten und Obdachlosen belegt.

25.10.1944
Großangriff auf Harburg. Es sterben 623 Harburger.

25.10.1944
Spreng- und Brandbomben zerstören das Schulhaus Bennigsenstraße 7. Auch die Direktorin Maria Hagelberg, acht Lehrerinnen und 12 Schülerinnen werden durch den Angriff getötet.

4.11.1944
Weiterer Großangriff auf Harburg. Es folgen weitere Angriffe am 6., 11. und 21. November 1944.

7.3.1945
Schwerer Angriff auf Harburg.

8.5.1945
Ende des Zweiten Weltkrieges.

16.8.1945
Die Schule zieht in zwei Räume des ehemaligen Real-Gymnasiums am Alten Postweg um.

Neue Schulleiterin nach dem Krieg wird Martha Schütte.

Oktober 1945
Entnazifizierung, durch die britische Militärregierung, von Lehrkräften, Stundenplänen und Unterrichtsmaterialien.

Der Unterricht wird wieder regelmäßig aufgenommen, nachdem die Gebäude halbwegs wieder benutzt werden konnten.

19.11.1945
Wiederaufnahme des Schulunterrichts mit einer Kinderpflegerinnenklasse.

Nach 1945
Neubeginn mit vielen Ausweichquartieren.

1947
Der Unterricht wird kurzzeitig eingestellt durch Kohle,- Lehr- und Lernmittelmangel.

1949
Der Wiederaufbau der Gebäude Bennigsenstraße beginnt.

25.10.1949
Gesetz über das Schulwesen der Hansestadt Hamburg.

Neu ins Gesetz wurde aufgenommen, dass die Schulpflicht auch für Lehrlinge nach Beendung ihres 17. Lebensjahres, bis zum Ende ihrer Lehrzeit gilt.

1949
Die „Lernmittelfreiheit“ wird in Hamburg eingeführt. Ziel ist es auch sozial schwächeren Kindern Bildung zugänglich zu machen.

1.5.1953
Trennung der Schulen in: „Gewerbliche Berufsschule Harburg (G12, Benningsenstr. 7) und in „Kaufmännische Berufsschule (H 10, auch „Handelsschule“ genannt, Benningsenstraße 7a).

1958
Fachliche Neuausrichtung der Schule.

1958 werden neue Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag aufgebaut, sowie eine neue Fachrichtung für Arzthelferinnen, Schwesternvorschülerinnen für das Allgemeine Krankenhaus Harburg und das Krankenhaus Groß-Sand in Wilhelmsburg gegründet. Hinzu kommen außerdem eine zweijährige Haushaltungsschule und weitere Kinderpflegerinnenausbildung.

1955-1967
Die Zahl der Schülerinnen sinkt stark. Frauen wenden sich besonders ab den 1950er und 1960er Jahre verstärkt Büroberufen zu.

Frauen wenden sich nach dem Krieg verstärkt einer geregelten Berufsausbildung zu.

1961/62
Wandlung des Berufsbildes von der Kindergärtnerin zur staatlich anerkannten Erzieherin oder Erzieher.

1965
100-jähriges Bestehen der Harburger Berufsschulen.

1968
Ein Sturm verwüstet das Dach und Teile des Gebäudes der W5.

1967-1970
Neue Fächer wie Englisch, Mathematik, Werken und Gymnastik werden eingeführt. Kinderpflegerinnen können einen mittleren Bildungsabschluss nachholen und ihre Ausbildung auf einer Fachschule für Sozialpädagogik fortsetzen.

1969
Ein Neubau wird an der Kasernenstraße für die H10 errichtet. Der endgültige Umzug ist erst 1973 beendet.

1970
Wandel vom klassischen Industriestandort in Richtung Wissen- und Dienstleistungsstandort

1.4.1970
Die Fachoberschule für Sozialpädagogik wird neugegründet. Es werden jetzt auch männliche Jugendliche aufgenommen.

8.2.1972
Aufnahme des Unterrichts der drei 11. Klassen eines Wirtschaftsgymnasiums an der H10 in der Kasernenstraße.

Vor der Gründung des Wirtschaftsgymnasiums gab es bereits mehrere Klassen der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, deren Abschluss die fachgebundene Hochschulreife war. Diese berechtigte aber nur zum Studium der Wirtschaftswissenschaften. Neu war jetzt die Schulform Wirtschaftsgymnasium, mit der die Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur, erhalten sollten.

1973
Bau der S-Bahn Linie, Innenstadtsanierung und Bau des Harburger Rings.

1974
Ausbau des Wirtschaftsgymnasiums Harburg.

1978
Offizielle Gründung der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH). Einzug in das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Thörl an der Harburger Schloßstraße.

1978
Neuaufteilung der Unterrichtszweige zwischen Harburg und Wilhelmsburg.

Aus der Gewerbliche Berufsschule Harburg (G12) wird die „Staatliche Gewerbeschule Nachrichten-, Meß- und Regelungstechnik (G18) herausgelöst und die Abteilungen Metalltechnik und Kraftfahrzeugtechnik werden Teil der „Staatlichen Gewerbeschule Metalltechnik (G 17). Beides sind neuerbaute Schulen an der Dratelnstraße in Wilhelmsburg.

August 1978
Die Berufsfachschule Gesundheit wird eingerichtet.

1979
Gründung der damaligen Gesamtschule Harburg, heute Goethe-Schule Harburg

1979
Der Hamburger Senat beschließt, gegen großen Widerstand, als Standort für die „Gesamtschule Harburg“, ein Dreieck von Eißendorfer Straße, Kerschensteinerstraße und die Gebäude der Gewerbeschule in der Bennigsenstraße zu nutzen.

1979
Der Senat entscheidet den Standtort im Gebiet Irrgarten, Denicke-, Kasernen- und Schwarzenbergstraße, der neuen Technischen Universität Hamburg zu übergeben.

1980
Baubeginn der Technischen Universität Hamburg Harburg auf dem jetzigen Campusgelände zwischen Schwarzenbergstraße und Denickestraße.

31.7.1982
Endgültige Schließung der „Gewerblichen Berufsschule Harburg“ (G12).

1986
Die H10 übernimmt den Standort Göhlbachtal (vorher wurde dieser vom Heisenberg Gymnasium genutz

1990
Zur H10 gehören jetzt eine Kaufmännische Berufsschule für den Einzel- und Großhandel, für Industrie, Bürokaufleute und Bürogehilfen, eine Handels- und Höhere Handelsschule, ein Wirtschaftsgymnasium, eine Berufsfachschule für kaufmännische Assistenz in der Fachrichtung Datenverarbeitung und eine Eingangsstufe mit Lernbüro für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.

Februar 1994
Die Fachschule für Sozialpädagogik wird neu eingerichtet und die Berufsfachschule Gesundheit und Ernährung und Hauswirtschaft wird abgezogen.

1996
Die Schule erhält den Namen: Staatliche Schule Sozialpädagogik Harburg.

Mitte 1990er Jahre
Großer Ausbau der ehemaligen Schülerbücherei der W5, die 2016 in die Mediathek der BS18 überführt wird.

1997
An der Schule gibt es fünf Bildungsgänge.

Im Jahr 1997 bestehen folgende Bildungsgänge an der Staatlichen Schule Sozialpädagogik Harburg: Berufsvorbereitungsjahr, Berufsfachschule für Kinderpflege, Fachschule für Sozialpädagogik, Fachoberschule Sozialpädagogik, Praxisausbildungsstätte.

1998
Die Kinderpflegerinnen-Ausbildung wechselt an eine Berufsschule nach Hamburg. Dafür werden in Harburg die Ausbildungen Sozialwesen und Sozialpädagogische Assistenz aufgenommen.

2000
Die Schließung der Höheren Handelsschule ist von der Schulbehörde geplant. Dieses Vorhaben wird erfolgreich abgewendet.

2003
Die H10 feiert ihr 50-jähriges Bestehen.

1.1.2007
Gründung des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB).

Das HIBB ist ein Landesbetrieb der Behörde für Schule und Berufsbildung. Es umfasst alle 45 Hamburger staatlichen berufsbildenden Schule.

1.1.2010
Gründung der neuen Mediathek an der H10.

2011
beginnen Maßnahmen zur Reform der beruflichen Bildung in Hamburg.

2011
Die H10 wird mit dem Schulpreis der Hamburger Wirtschaft ausgezeichnet.

2016
Fusionierung der Staatlichen Handelsschule mit beruflichem Gymnasium Harburg (H 10) und der Staatlichen Schule Sozialpädagogik Harburg (W 5) am Standort Göhlbachtal 38 in 21073 Hamburg zur Beruflichen Schule Hamburg-Harburg (BS18).

Quellen:

BRANDES, Klaus; STUDT, Christa.1982. Gewerbeschule Harburg 1840-1982. (Schulchronik)

Anonym. 1929. Gewerbliche Berufsschule für Knaben. Kaufmännische Berufsschule für Knaben und Mädchen. Handelsschule und Höhere Handelsschule. Harburg-Wilhelmsburg.

RAPPE, Ingeborg. 1955. Die Entwicklung des Berufsbildenden Schulwesens der Stadt Hamburg von 1838-1920: Pädagogische Examensarbeit. Hamburg.

Anonym. Wirtschaftsgymnasium Harburg. 30 Jahre (1972-2002). (Schulchronik)

Anonym. 40 Jahre Wirtschaftsgymnasium Harburg. 1972-2012. (Schulchronik)

Bild 1 Bekanntmachung des Ortsstatuts veröffentlicht in den Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 29. September 1869. Entnommen aus: BRANDES, Klaus; STUDT, Christa.1982. Gewerbeschule Harburg 1840-1982. (Schulchronik)

Bild 2 Bild Bennigsenstraße. RAPPE, Ingeborg. 1955. Die Entwicklung des Berufsbildenden Schulwesens der Stadt Hamburg von 1838-1920: Pädagogische Examensarbeit. Hamburg.

Bild 3 Zeitungsausschnitt. Morgenpost 1979. Was passiert mit der Gewerbeschule? Entnommen aus: BRANDES, Klaus; STUDT, Christa.1982. Gewerbeschule Harburg 1840-1982. (Schulchronik)

Bild 4
H10 Kasernenstraße Luftbild. Anonym. 50 Jahre H10. Staatliche Handelsschule Harburg. 1953-2003. (Schulchronik.)

Bild 5 Göhlbachtal H10. Luftbild. Anonym. 50 Jahre H10. Staatliche Handelsschule Harburg. 1953-2003. (Schulchronik.)

Anonym. 1969. 50 Jahre Gewerbe und Hauswirtschaftsschule: (Schulchronik).

Archivakte S15 aus dem Archiv der BS18

Archivakte S20 aus dem Archiv der BS18

Bild1 Bennigsenstraße 7. Anonym. 1969. 50 Jahre Gewerbe und Hauswirtschaftsschule: (Schulchronik).

Bild 2 Heinrich Laküh. Anonym. 1969. 50 Jahre Gewerbe und Hauswirtschaftsschule: (Schulchronik).

Bild 3 Klasse beim Kochen 1926. Archivakte S15 aus dem Archiv der BS18

Bild 4 Maria Hagelberg. Anonym. 1969. 50 Jahre Gewerbe und Hauswirtschaftsschule: (Schulchronik).

Bild 5 Alter Postweg. Anonym. 1969. 50 Jahre Gewerbe und Hauswirtschaftsschule: (Schulchronik).

Bild 7 Sturm 1968. Quelle: Archiv BS18

Bild 8 W5 Schülerinn<en und Schüler im Unterricht 1970. Quelle: Archiv BS18

BRANDES, Klaus, STUDT, Christa.1982. Gewerbeschule Harburg 1840-1982. (Schulchronik)

Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB). 2015. Festschrift zum Jubiläum. 150 Jahre staatliche berufsbildende Schulen in Harburg.

RAPPE, Ingeborg. 1955. Die Entwicklung des Berufsbildenden Schulwesens der Stadt Hamburg von 1838-1920: Pädagogische Examensarbeit. Hamburg.
Die Verfassung des Deutschen Reichs („Weimarer Reichsverfassung“) vom 11. August 1919.

SIEDHOFF, Carola. 2017. www.harburg-geschichte.de [online]. Zugriff am 15.5.2021

Wolfgang Rudolf Adam, Andreas M. Yasseri. Ohne Jahr. Gemeinschaft der Elternräte an Stadtteilschulen in Hamburg. http://www.arge.schule-hamburg.de/Archiv/STILernmittelfreiheit.html#:~:text=Hamburger%20Lernmittelfreiheit%20ade%3A%20Im%20September,Euro%20pro%20Jahr%20seien%20zumutbar [online]. Zugriff am 20.5.2021

Reichsgesetzblatt Nr.43 vom 26. April 1933. Berlin.

Dominic Strieder. Ohne Jahr. Der Ausschluss jüdischer Kinder aus den öffentlichen Schulen im NS-Staat. https://www.jmberlin.de/schulbesuchsverbot-1938 [online]. Zugriff am 10.11.2021.

Carol Lupu. 2011. Allein gelassen und ignoriert. https://www.deutschlandfunk.de/allein-gelassen-und-ignoriert-100.html [online]. Zugriff am 10.11.2021.

Uwe Schmidt. 2010. Hamburger Schulen im „Dritten Reich“. Beiträge zur Geschichte Hamburgs. Herausgegeben vom Verein für Hamburgische Geschichte, Band 64. Hamburg: University Press, Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg.